Brahms Tzigane

Das neue Bühnenprogramm von Musique Simili: wild, virtuos, betörend!

Die musikalische Biografie von Johannes Brahms begann nicht in Konservatorien und Konzertsälen, sondern in den Spelunken und Hafenkneipen von Hamburg. Dort spielte sein Vater zu Tanz und Unterhaltung und Johannes wirkte von klein auf mit. Auf dem Programm standen deutsche Volkslieder und ungarische Zigeunermusik. Die inspirierende Spannung zwischen diesen beiden Klangwelten, die unterschiedlicher nicht sein könnten, prägte Brahms späteres Schaffen.

In ihrem neuen Bühnenprogramm „Brahms Tzigane“ entführen Musique Simili das Publikum in den „Rothen Igel“ – Brahms’ Stammlokal in Wien. Dort wird gesungen und gelacht, deftig gekocht und mit viel Charme serviert und dies von illustrem Personal: die Schwestern Aline (Sopran) und Juliette Du Pasquier (Violine), Marc Hänsenberger (Klavier & Akkordeon) und Andrea Panitz (Gitarre).

So ungekünstelt und lebenslustig, so berührend und betörend waren die Brahms-Lieder noch kaum je zu hören. Und diese Wirkung wird noch durch einen weiteren musikalischen Kontrast gesteigert: In das neue Bühnenprogramm integriert sind erstmals öffentlich dargebotene Kompositionen des Simili-Primas Hänsenberger nach Gedichten des preisgekrönten Zürcher Poeten Rainer Frei.

"Das Resultat verblüfft in doppelter Hinsicht: Zum einen werden hier Volkslied-Bearbeitungen von Brahms wieder aus der guten Stube des Bildungsbürgertums in ihre Wildnis zurück entführt und mit rustikaler Kraft interpretiert; zum anderen stellen Hänsenberger und Frei diesen Melodien Eigenkompositionen gegenüber, die auf eindrückliche Weise zeigen, wie man heute das vertraute Vokabular des Kunstlieds weiterentwickeln kann.“ (Manfred Papst, NZZ)

Ensemble Brahms Tzigane

Aline Du Pasquier, Marc Hänsenberger, Juliette Du Pasquier (v.l.n.r)

Aline Du Pasquier Sopran In Bordeaux geboren, studiert sie zunächst Klavier an der Musikakademie Basel und dann Gesang am Conservatoire de Musique de Fribourg bei Tiny Westendorp. Gleichzeitig besucht sie Meisterkurse bei Hugues Cueìnod, Laura Sarti sowie Jordi Savall und Montserrat Figueras. An der Schola Cantorum Basiliensis vertieft sie anschliessend ihre Kenntnisse der alten Musik in der Klasse von Evelyn Tubb und in der Opernklasse.

Juliette Du Pasquier Violine · Kontrabass Geboren in F-Talence. Studierte in Basel Zeichen- und Werklehrerin. Tourneen mit dem Orchestre à Cordes du Grand-Lancy. Mitglied beim Alauda-Quintett Holland. Gewinnt mit Klaus Bruder zweimal das Strassenmusik-Festival Luzern. Lehrtätigkeit an div. Schulen. Seit 1996 Geigerin bei Musique Simili, wo sie auch Notenbücher und Werbematerial illustriert.

Marc Hänsenberger Arrangements · Kompositionen · Akkordeon · Klavier Geboren in Burgdorf. Klavierstudium am Konservatorium Bern bei Otto Seger, Sekundarlehramt phil.1 und Studium der Musikwissenschaften an der Uni Bern. 1993 Deutscher Kleinkunstpreis (mit Mad Dodo). 2001 Schweizer Kleinkunstpreis (mit Musique Simili). Theatermusik für div. Produktionen. Engagement als Hotelmusiker beim Schweizer Fernsehen in der Kultursendung „Babylon/Hotel B.“

Ioanes Vogele Gitarre · Gesang Zuerst bei Comedia Mundi, der Gypsy-Band von Longo maï, schreibt und interpretiert Ioanes Vogele seit bald 20 Jahren seine eigenen Chansons (Ioanes Trio oder Quintett). Doch auch in diesem neuen Repertoire klingen die Roma-Klänge weiter durch. Die russischen und balkanischen Roma-Songs bilden seinen musikalischen Hintergrund, zudem er immer wieder zurückfindet.

Tonträger

Brahms Tzigane  Die CD "Brahms Tzigane" ist 2016 erschienen unter Edition Simili. Sie ist an den jeweiligen Konzerten erhältlich oder kann via www.simili.ch bestellt werden.
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